• Home
  • SV Ottobrunn 1970 e.V.
  • Nachrichten
  • „Berlin ist immer eine Reise wert“

„Berlin ist immer eine Reise wert“

Für das SVO Team ist Berlin immer eine Reise wert. Für die Ottobrunner Schwimmer Lorie, Marlene, Emil und Xaver war es der Saisonhöhepunkt, auf den Sie all Ihren Ehrgeiz, Fleiss und Trainingswillen gesetzt haben. In der wunderbaren Schwimmarena des Berliner Schwimm- und Springzentrums im Europapark im Berliner Bezirk Friedrichshain hatten sie die Möglichkeit, sich mit den Besten ihres Jahrgangs aus ganz Deutschland zu messen.

 

Xaver hatte dabei von allen vier Schwimmern am meisten Pech, ist er zweimal doch nur um Sekundenbruchteile am Finale vorbei geschwommen. Die Leistungsdichte im Jahrgang 2003 und 2004 ist immens. „In dem Alter war ich vor zwölf Jahren mit einer 2:30 im Finale“ kommentiert Chefcoach Dimi das unglückliche Ausscheiden von Xaver über 200m Rücken. 2:22.89 und damit Platz 9 im Vorlauf, das beste Ergebnis der Ottobrunner in 2018 bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Der spätere Jahrgangssieger Kevin Kuske aus Leipzig schwamm 6 Sekunden schneller. Eine Differenz, die Xaver nur weiter anspornt, jetzt wieder „11 Monate Vollgas im Training“ zu geben. Und eine klare Ansage an die regionale Konkurrenz. „Bei den Bayerischen im Juli in Nürnberg gebe ich alles“ - Vielleicht kann er für den SVO dann eine Medaille holen. 

Und war es auf den 200m Rücken schon nicht hart genug, verpasste Xaver einen Tag später auf 100m Rücken das Finale wieder nur um drei zehntel Sekunden. Vielleicht hätte es gereicht, hätte der Start-Richter in Xavers Lauf nicht die 10 Schwimmer drei (!) Mal in das Becken der Schwimm- und Sprunghalle im Europa-Sportpark geschickt, weil es Probleme auf einer Bahn mit der Rücken-Starthilfe gab. Da entscheiden Nuancen über Ausscheiden oder Finalteilnahme. Hätte, hätte, hätte…

Die Ottobrunner Vielstarterin Lorie überzeugte in Berlin dieses Mal in Ihrer Nebenlage Kraul. Auf der besonders hart umkämpften 50m Strecke schwamm sie eine neue persönliche Bestleistung 0:28,73 sec und erreichte unter 66 Starterinnen ihres Jahrgangs das Mittelfeld. Eine kleine Finalchance hatten sich Lorie und Trainer Dimi über den 50m Rücken Sprint ausgerechnet. Unter den Augen von Bundestrainer Hennig Lambertz zeigte sich aber auch hier wieder die enorme Leistungsdichte im Jahrgang 2004 bei den Mädchen und so reichte es hier leider nicht für einen Einzug ins Finale. 

Die beiden „Halbminuten-Starter“ Marlene und Emil, beide über 50m Brust am Start, mussten sich auch mit Plätzen im Mittelfeld zufrieden geben. Der Konkurrenz aus den Landes- und Bundesstützpunkten und den grossen Startgemeinschaften hatten sie nichts entgegenzusetzen, ausser den Ehrgeiz, neue persönliche Bestzeiten zu schwimmen und zu bestätigen, dass es richtig war, sie für eine Woche mit nach Berlin zu nehmen. Sie nutzen, wie auch Lorie und Xaver, die Gelegenheit, in der tollen Atmosphäre  des SSE jeden Tag im 50m Einschwimmbecken zu trainieren, ihr Team anzufeuern und möglichst viel von der im teils ausverkauften Haus aufwallenden Stimmung aufzusaugen. „Es ist das grösste, was man als Jahrgangs-Schwimmer in Ottobrunn erreichen kann“.

 

Eine Woche Berlin hiess für das Team auch, die Stimmung in der Metropole aufzusaugen. Bei teils tropischer Hitze mit heftigen Gewittern sass man auf dem „Alex“, fuhr auf den Fernsehturm und ging abends zum Pizza-Essen auf den Ku-Damm. Dazu kamen auch kleine Abstecher in die wechselvolle Geschichte der Stadt mit Besuchen am Brandenburger Tor, der Holocaust-Gedenkstätte und der East-Side-Galery.

 

 

Drucken